„Neubau ist nicht die Lösung“

Bilder Flyer vom Kottbusser Tor

Mitbringsel von „Kotti und Co“, der Mieterinitiative am Kottbusser Tor. Auf der Rückseite eines Flyers vom „Südblock“ ist der Text gegen Neubau abgedruckt, den dieser Beitrag vorstellt.

Kein Zufall, aber doch überraschend: Im Umfeld engagierter Mieter am Kottbusser Tor in Berlin stieß ich auf einen lesenswerten Text von Sigmar Gude, der sich gegen die oft gehörte Floskel wendet, man müsse nur viel neu bauen, dann sänken eines Tages auch die Mieten. Mit diesem Argument wurde schon beim Bürgerentscheid zum Tempelhofer Feld versucht, Neubau durchzusetzen. Warum aber der Bau neuer Häuser nicht unbedingt dazu führt, dass Mieten in alten Häusern sinken, erklärt Sigmar Gude damit, dass der vielbeschworene „Sickereffekt“ nicht zwingend eintritt, demzufolge Besserverdienende in teure Neubauten ziehen und günstige Altbauten freimachen. Gude legt überzeugend dar, dass ein Wohnungswechsel von Gutverdienern von einer teuren Wohnung in die nächste keinem etwas bringt, der günstige Wohnungen sucht – und dass selbst der Bau mehrerer tausend teurer Neubauten noch keine einzige günstige Wohnung freimachen muss.

Der komplette Text steht online auf dieser Seite, die unter dem Namen „Nichts läuft hier richtig“ eine Konferenz gegen steigende Mieten dokumentiert.

Mehr Bilder von der Fahrt nach Berlin Kreuzberg auf meiner Webseite.

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