Schlagwort-Archive: Architektur

Redeüberwege: zu Gast im Podcast über den Berufsweg vom Architekturverleger (Stadtwandel Verlag) zum Autor (Verbietet das Bauen, Einfach anders wohnen) und Wohnforscher (OptiWohn, Uni Oldenburg)

Der letzte Entwurf im Architekturstudium (links), das erste Buch (rechts mit Christoph Hirsch vom oekom verlag auf der Frankfurter Buchmesse 2015, Foto: Nina Heinrich).

Wie ergeben sich Berufswege, was ist geplant, was Zufall? Antworten aus einem bunten Lebensweg als Gast im Podcast redeüberwege – es geht um das Studium von Architektur und BWL, über die Entscheidung, den Stadtwandel Verlag zu gründen und ihn fünfzehn Jahre später zu verkaufen, über den Weg zum Sachbuchautor und Vortragenden und schließlich als „Wohnforscher“ an die Carl von Ossietzky Universität als wissenschaftlicher Mitarbeiter im OptiWohn-Projekt.

Auf spotify hören.

Podcast redeüberwege mit Webseite und auf Instagram (luisemarieredet).
Und ja: den Podcast hat meine Tochter Luise Fuhrhop gestartet, ihr zweiter nach Aupairadise zum Au-Pair-Leben in den USA.

Mehr zu meiner Vergangenheit als Architekturverleger hier auf meiner Webseite, und dort gibt es auch Seiten zu meinen Texten und zum OptiWohn-Projekt.

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Wahrheit beginnt zu zweit: architects for future mit Luisa Ropelato und Caroline Thaler

Es gibt Fridays for Future, Scientists for Future, und seit Sommer 2019 die Architects for Future. Die Mitgründerinnen Luisa Ropelato und Caroline Thaler im Gespräch mit Daniel Fuhrhop im Podcast „Wahrheit beginnt zu zweit“:

Download (rechte Maustaste, je nach Browser (Ziel/Link) Speichern unter): WB2 architects for future

LINKS Zu architects for future geht es hier.
Überblick aller Gespräche des Podcasts „Wahrheit beginnt zu zweit“ in der Blogroll

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Ausbauen und Aufstocken: das sündenfreie Bauen?

Dantebad Aufbauten

Früher ein Parkplatz, heute ein Parkplatz mit Wohnungen drüber: Am Dantebad in München. Foto: Daniel Fuhrhop.

Millionen Wohnungen könnten auf Supermärkten und über Parkplätzen gebaut werden, heißt es in einer neuen Studie des Pestel Instituts. Ist das Aufstocken von Gebäuden gutes, sündenfreies Bauen? Zweifellos ist es besser als andere Formen des Neubaus, und man kann eine lange Liste feiner Abstufungen erstellen vom bösesten Neubau zum freundlichsten Umbau. Ganz böse ist natürlich das Bauen auf der grünen Wiese, worüber sich so viele Menschen einig sind, dass es wundert, warum überhaupt noch darüber diskutiert wird. Aber derzeit wird rund um die Boomstädte sogar mehr als seit Jahrzehnten über den kompletten Neubau von Stadtvierteln vor der Stadt gesprochen, wie hier auf dem Bauverbot-Blog neulich anlässlich der Planungen für Freiburg und anderswo beschrieben. Und bei einem Bürgerentscheid wie in Freiburg ist es hilfreich, die „besseren“ Neubauten vorstellen zu können und zu zeigen, dass es nicht nur vor, sondern auch in den Städten Platz gibt.

Aber so richtig zufrieden macht das nicht, denn Weiterlesen

Wahrheit beginnt zu zweit: Fabian Paffendorf und der Blog CCL aktuell zum City Center Lüdenscheid

Ein Blog zu einem Shopping-Center, das es seit 27 Jahren nicht mehr gibt – und das überhaupt nur 14 Jahre existiert hat: Das ist „CCL aktuell“ über das City Center Lüdenscheid. Zu diesem Center (und weiteren monströsen Bauwerken) und seiner abstrusen Geschichte hören Sie hier ein Gespräch von Daniel Fuhrhop mit dem Journalisten und Blogbetreiber Fabian Paffendorf:

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LINKS Zum CCL Blog geht es hier.
Im Gespräch erwähnten wir die ebenfalls Weiterlesen

Wahrheit beginnt zu zweit: Julia Lindenthal, Österreichisches Ökologie-Institut, über reHABITAT und reHABITAT-ImmoCHECK+

Um den „Riesenberg an Ein- und Zweifamilienhäusern“ geht es im Gespräch mit Julia Lindenthal vom Österreichischen Ökologie-Institut über die Forschungsprojekte ReHABITAT und ReHABITAT-ImmoCHECK+, um die Möglichkeiten für Umbau und Umnutzung. Darüber spricht sie mit Daniel Fuhrhop, für die Aufnahme zu Gast im architekturforum Oberösterreich in Linz (anlässlich der Tagung Wohnen im Herbst):

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LINKS
Auf der Webseite des Österreichischen Ökologie-Instituts finden sich mehr Informationen Weiterlesen

Ausstellung zum Einfamilienhaus: 4 Wände

Hausinstallation Cloppenburg

Fragen zum Einfamilienhaus säumen den Weg vom Ausstellungshaus ins benachbarte Stadtviertel in Cloppenburg.

Die 280.000 Besucher jährlich im Museumsdorf Cloppenburg erwarten wohl meist Bauernhäuser und Fachwerkhäuser, oder auch als Besonderheit eine kleine Kirche – nicht jedoch ein Einfamilienhaus der letzten Jahrzehnte. Und doch hat das Museumsdorf seine Bestände in jüngster Zeit modernisiert, sie kauften ein Fertighaus und neulich eine in den 70er Jahren berühmt gewordene Discothek. Nun hat sich das Museumsdorf gründlich mit dem Einfamilienhaus in Deutschland seit 1950 beschäftigt, in einem mehrjährigen Forschungsprojekt gemeinsam mit wissenschaftlichen Partnern und jetzt in der Ausstellung „4 Wände. Von Familien, ihren Häusern und den Dingen Drumherum“ (läuft bis 31. Januar 2019).

Mit das Beste an der Ausstellung zum Einfamilienhaus: Sie findet genau dort statt, im benachbarten Stadtviertel und Weiterlesen

Oldenburg so oder so

Staatstheater Oldenburg

Zwei Anlässe für Oldenburg-Fotos: Ein Vortrag zu 50 Jahren Fußgängerzone und der Innenstadt „zwischen Amazon und ECE“ (Termin am Freitag 18.08. siehe hier). Und auf meiner Webseite gibt es wieder zwei neue Unterseiten mit Fotos, darum hier einige Bilder aus der Stadt, in der ich seit zehn Jahren lebe, und die daher in „Verbietet das Bauen!“ und der „Willkommensstadt“ immer wieder als Beispiel dient. Das übliche Bild von Oldenburg entspricht wohl eher dem der freundlichen Stadt mit klassizistischen Bauten, wie oben das Staatstheater. Wer aber ausgehen möchte, kann dies auch in kleineren Weiterlesen

Immobilienkonzern und Architektenkammer gegen „Verbietet das Bauen!“

Ziegelmauer

Ein Nachtrag von vor der Sommerpause mit einem Text von starken Partnern mit schwachen Argumenten, der nicht überraschen kann: Wen wundert es, wenn sich der Immobilienkonzern Vonovia gegen das Buch „Verbietet das Bauen!“ wendet, ein Unternehmen mit 400.000 Wohnungen, die überwiegend früher Bund oder Ländern und Städten gehörten und dann privatisiert wurden (diese Privatisierung kritisiert das Bauverbot-Buch auf Seite 53 ff.). Und wenig überraschend ist es auch, dass sich mit Paul Lichtenthäler der Pressesprecher der Bundesarchitektenkammer gegen die Bauverbot-Thesen stellt; etwas verwunderlich ist es höchstens, dass er dies in einem Vonovia-Magazin tut und damit den Eindruck einer fragwürdigen Allianz erweckt.

Mit den Scheinargumenten seines Textes geht es wie mit dem Scheinriesen Turtur, dem Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer begegnen: je näher man sie betrachtet, desto kleiner werden sie. So beklagt Lichtenthäler im Vonovia-Magazin, Gegnerschaft zum Neubau zwinge Bauwillige nach draußen, wo sie „Landschaft zersiedeln, mehr Auto fahren und mehr Wohnfläche haben als drinnen“. Schön formuliert, aber genau darum Weiterlesen

Fotos zu „Verbietet das Bauen!“

EZB Frankfurt

Lange hatten der Verlag und ich diskutiert und schließlich doch keine Fotos ins Buch gebracht, was die üblichen Gründe hatte (Umfang, Kosten), aber auch der Phantasie der Leserinnen freien Lauf lassen sollte. Hier nun aber einige Fotos zu verschiedenen Themen und Beispielen des Buches Verbietet das Bauen!, aus aktuellem Anlass – auf meiner Webseite gibt es ab sofort mehrere Seiten mit einer Auswahl meiner Fotos, die nach und nach erweitert wird.
Zum Auftakt also Fotos rund um das Bauverbot-Buch, darunter skandalträchtige Neubauten wie die oben abgebildete Europäische Zentralbank (Kosten 1,3 Miliarden Euro, siehe Tabelle Seite 14), sowie der nochmal deutlich teurere Weiterlesen

Weniger ist anders: Blog gestartet

 

Logo des Suffizienzbogs "weniger ist anders"

Ausgerechnet zwei gelernte Architekten haben nun einen Blog gestartet, der sich mit weniger Bauen und anders Bauen beschäftigt: Bei weniger ist anders geht es um „Suffizienz und Baukultur“. Vom Mitinitiator Arne Steffen war hier bereits die Rede beim ebenfalls von ihm ins Leben gerufenen db-Suffizienzkongress. Das Grundthema dort und beim Blog ist die „Suffizienz“ als Ergänzung zur bereits allerorten verfolgten Effizienz, und ein Beitrag des neuen Blog stellt den Stand der Dinge bei Nachbarn vor, die Deutschland diesbezüglich weit voraus sind: bei den Schweizern. Die haben  das Ziel einer 2000-Watt-Gesellschaft formuliert und diskutieren, auf welchen Wegen man es erreichen kann.

Wie weit weg wir von solchen Diskussionen in Deutschland sind, schildert ein kritischer Blog-Beitrag zu KfW-Förderungen und Weiterlesen

Statt Neubau in Weimar: Bauhaus-Museum in den Eiermann-Bau Apolda!

Foto Eiermann Bau Apolda

Im Eiermann-Bau in Apolda gab es die Leergut Konferenz der Internationalen Bauausstellung Thüringen IBA – doch was kommt jetzt? (Foto: Thomas Müller)

Der Countdown läuft, denn am 22. August erscheint das neue Buch Willkommensstadt, zu dem es in Kürze mehr Informationen gibt und jetzt schon einige hier. Doch zuvor ein kurzer Rückblick auf die letzten Termine vor meiner Sommerpause und nach der erfreulichen Preisverleihung am 25. Juni für den Text zum Willkommensdorf, siehe hier.

Da ging es am 1. Juli zur Leergutkonferenz der IBA Thüringen mit vielen interessanten Vorträgen rund um Leerstand, und am Rande der Konferenz entstand eine Idee: Denn während man im von Leerstand geplagten Apolda mühsam nach Ideen für alte Häuser sucht, und während der wunderschöne Eiermann-Bau, Ort der Tagung (siehe Bild oben), seit vielen Jahren neue Nutzer sucht, wird gerade mal zehn Bahnminuten entfernt in Weimar einer von gleich drei Museums-Neubauten für das Bauhaus Weiterlesen

Nürnberger Bauwut

Aus Anlass von zwei Buchvorstellungen in Nürnberg (Termine unten) ein Film zum aktuellen Neubau dort sowie dazu, wie dieser Altbauten schadet.

Termine in Nürnberg:
Dienstag, 07. Juni, 19.00 Uhr Vortrag und Diskussion zu „Verbietet das Bauen!“, zu Abriss, Neubau und anderen Möglichkeiten, sowie am Di 27. September (mit Schwerpunkt auf Wohnen und Flüchtlingen), alles weitere auf hier meiner Webseite.

Die Teekasse des Filmschaffenden finden Sie hier. Danke!

Der Leserbrief, den das Deutsche Architektenblatt seinen Lesern vorenthalten will

Cover Deutsches Architektenblatt und "Verbietet das Bauen!"

Auf zwei Seiten hat das Deutsche Architektenblatt sich in der Mai-Ausgabe 2016 mit Pro und Contra mit meinem Buch „Verbietet das Bauen!“ beschäftigt, und das ist durchaus ehrenwert. Leider aber weigert sich das Magazin, meine Reaktion als Autor auf die geäußerte Kritik abzudrucken – hier ist sie:

Dass mein Buch „Verbietet das Bauen!“ Widerspruch weckt, überrascht nicht. Doch es verwundern die Contra-Argumente im Deutschen Architektenblatt: So heißt es sinngemäß, eine Bauverbot-Forderung sei egoistisch und nur im Sinne derjenigen, die bereits gut wohnten. Unzweifelhaft suchen viele Menschen Wohnungen, aber ist Neubau dafür die Lösung? Wenn es so wäre, dann hätten wir das Problem bereits gelöst, denn in den letzten zwanzig Jahren stieg die Zahl der Wohnungen um etwa sechs Millionen, obwohl die Einwohnerzahl sich kaum veränderte – aber trotzdem suchen vielerorts Menschen nach Wohnungen. Sollen wir nun etwa die nächsten sechs Millionen Wohnungen bauen, nur um wieder festzustellen, dass es nicht genug ist? Denken wir lieber darüber nach, was die Gründe für den Mangel sind, diskutieren über die Art und Weise unseres Wohnens und darüber, in welchen Städten wir leben möchten.

Denken wir zum Beispiel darüber nach, wie wir Weiterlesen

Erste Presseschau

Presseartikel Standard IZ

Das rosig-lachsfarbene Zeitungspapier im Hintergrund verweist auf das Interview im österreichischen „Standard“, während die „Immobilien Zeitung“ hier über die Abschaffung von Duisburg berichtete.

Vier Wochen nach Erscheinen des Buches Verbietet das Bauen! warnt Volker Thies in der Immobilien Zeitung, der Autor scheine „sowohl der Bauwirtschaft als auch einem wesentlichen Teil der Immobilien-Vermarkter das Existenzrecht abzusprechen.“ Hoppla, so war es gar nicht gemeint, denn meines Erachtens wäre es sogar im Interesse der langfristig denkenden Branchenvertreter, sich gegen Neubau zu stellen, zumindest gegen kurzfristige Spekulation. Doch immerhin befindet die Immobilien Zeitung, dass zwar „auf den eigenen Profit ausgerichtete Unternehmen keineswegs den (…) Argumenten Fuhrhops folgen“ müssten, doch es biete zum einen „interessante Anstöße, um das Branchenhandeln einmal grundsätzlich infrage zu stellen“, und zum anderen finde sich „trotz aller Radikalität“ unter den 50 Forderungen (bzw. Werkzeugen) am Schluss des Buches vielleicht doch „der eine oder andere Punkt, an dem man zumindest versuchsweise mal ansetzen kann.“ Ganz anders als dieser Kommentar der Immobilien-Fachpresse kann das Architekturmagazin db in seinem Spezialteil „Metamorphose“ erstmal Weiterlesen

Glückwunsch nach Würzburg!

Screenshot Stadt Würzburg.

Screenshot des Ergebnisses von der Webseite der Stadt Würzburg.

Die Wahlbeteiligung war niedrig, die zur Abstimmung gestellten Fragen verwirrend, aber das Ergebnis erfreulich: die Mozartschule (MOZ) Würzburg soll nach dem Willen von rund zehntausend abstimmenden Würzburgerinnen und Würzburgern erhalten bleiben, und nicht einem Baukomplex mit 4.500 Quadratmetern Verkaufsfläche plus Hotels und mehr weichen. Die Details stehen hier (der Vorbericht auf diesem Blog hier) – Glückwunsch an das standhafte Würzburg!

Kunst der Bausünde

Bild Köln Domplatte

Kölner Domplatte – dieses und alle weiteren Bilder dieses Beitrags: Turit Fröbe, aus: Die Kunst der Bausünde.

Passend zur aktuellen Geschenksuche ein Hinweis auf ein Buch (oder alternativ einen Kalender): „Die Kunst der Bausünde“ überzeugt natürlich vor allem durch seine Bilder. Doch sehr empfehlenswert sind auch die Texte, in denen Turit Fröbe den Begriff der „Bausünde“ diskutiert. Neben der spielerischen Einordnung der Bausünden in verschiedene Typen passt es gut zur Ausrichtung dieses Blogs, dass sie nicht zum Abriss auffordert, sondern im Gegenteil dazu anregt, auch bei skurrilen Bauten genau hinzusehen: Manches, „was landläufig als Bausünde bezeichnet wird, ist nur Weiterlesen

Mehr… durch weniger?

Was will ich? Diese Frage fällt einem manchmal selbst schwer zu beantworten. Umso schwerer ist es für Architekten, Projektentwickler und Politiker, zu den Wünschen der Bewohner passende Wohnungen und Häuser zu gestalten. Wenn die dann auch noch exakt soviel bieten sollen, wie die Menschen möchten, aber nicht mehr, dann wird es völlig kompliziert. Erfrischend heruntergebrochen hat die philosophisch klingende Frage der Suffizienz oder des richtigen Maßes Lars-Arvid Brischke vom ifeu-Institut bei seinem Vortrag auf dem Symposium Mehr… durch weniger? der Architektenkammer Rheinland-Pfalz. Er untersucht, wieviel Energie wir brauchen, und analysiert dafür Geräte aus unseren Haushalten: Kühlschrank, Waschmaschine, Toaster und was man sich alles noch denken kann. Bei jedem Gerät fragt Brischke danach, wie groß und wie leistungsfähig es sein soll, und schon sind wir bei einem Grundproblem der Energiewende – Weiterlesen

Raumsonde

Treppe hinunter

Eine schmale Treppe erschließt einen Raum, der jetzt zur darüberliegenden Wohnung gehört. Alle Fotos: Uwe Scholz, Hamburg.

Wenn Familien größer werden, dann wachsen die Wohnungen nicht mit; umgekehrt schrumpfen die Räume nicht, wenn weniger Platz benötigt wird. Dieses Dilemma ist einer der Gründe für Neubau: Unzählige Familien bauen sich ein Häuschen „wegen der Kinder“, weil es ihnen in der früheren Wohnung zu klein wurde. Eine originelle Lösung, wie Wohnungen doch wachsen oder schrumpfen können, zeigt der Architekt Gerd Streng mit der „Raumsonde“. In einem Gründerzeithaus in Hamburg wohnte oben eine Familie, die mehr Platz brauchte, und direkt darunter die Großmutter, die etwas abgeben konnte. Und genau das Weiterlesen

Ware: Wohnen!

Titelbild "Ware:Wohnen!"

„Ware: Wohnen!“ oder zur Geschichte des Wohnungsbaus

Wer beim markanten Titel „Ware: Wohnen!“ erwartet, es gebe in Christopher Dells Buch eine politische Aussage dazu, „inwieweit Wohnen die Form einer Ware annehmen darf“, wie es der Klappentext verspricht, der wird enttäuscht. Auch wer angesichts der aktuellen Diskussion um Wohnungsnot neugierig wird, inwiefern dieser Streit „ein politisches Experiment über das Spiel der Kräfte“ in unserer Gesellschaft darstelle, wie es auf dem Buchrücken weiter heißt, wird in die Irre geleitet. Zwar finden sich auf den ersten paar Dutzend Seiten reihenweise Zahlen und Fakten zur aktuellen Entwicklung des Wohnungs- und Immobilienmarktes, und irgendwie scheint immer wieder durch, dass der Autor das Wohnen lieber nicht als Ware behandelt sähe. Doch wer sich durch die verschachtelten Sätze durcharbeitet und die Unmengen an Fremdwörtern und Verweisen ordnet, der wird zu diesen aktuellen und grundsätzlichen Fragen keine klaren Antworten finden. Die verständlichsten Sätze des Buches sind diejenigen auf dem Klappentext, was leider falsche Erwartungen weckt. Aber trotzdem kann sich die Lektüre lohnen, wenn man auf Seite 56 beginnt, mit der „kleinen Geschichte des Wohn- und Städtebaus“. Die wird nämlich Weiterlesen

Wahrheit beginnt zu zweit: Andreas Feldtkeller

Ausnahmsweise geht es nicht um Altbau, sondern um Neubau – der aber sehr viel mit Altbau zu tun hat: Das Französische Viertel in Tübingen zeigt so viele Qualitäten von Altstädten wie sonst wohl kein anderes neu gebautes Stadtviertel. Mit dem Stadtplaner Andreas Feldtkeller spricht Daniel Fuhrhop darüber, wie dort gelang, was andernorts nicht klappt.


Als Download (Klick mit rechter Maustaste, je nach Browser „(Ziel/Link) Speichern unter“):
WB2 Feldtkeller

Ergänzend einige Impressionen vom Französischen Viertel auf der Webseite, und schon zuvor zwei Bilder von Altstadt und Französischem Viertel von der Fahrt zum Gespräch.

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Liebt unsere Häuser, wir brauchen keine neuen

Hat Sex etwas mit Bauen zu tun? Die Fokussierung vieler Bauherren und Architekten auf Neubauten jedenfalls erinnert an sexuellen Drang: Nur bei neuen Werken entlädt sich die Schöpferkraft vieler Architekten, nur beim Richtfest drängen sich Politiker nach vorn und Bauherren wetteifern um den höchsten Turm. Damit trägt die Gier nach dem Neuen zur Bauwut bei, die unsere Städte auf dreierlei Weisen ruiniert: Weiterlesen

Fassadenschwindel

Fassade BLB Bremen.

Vom Gebäude der Bremer Landesbank bleibt nur die Fassade.

Nachlese von einem Spaziergang in Bremen zur Jahreswende: Das Hauptgebäude der BLB Bremer Landesbank Bremen/Oldenburg nahe der Sögestraße in der Innenstadt wird abgerissen, bis auf einige dutzend Zentimeter am Rand – Fassadenschwindel. Weiterlesen

Platzverschwender gegen Bruno Taut

Dass wir immer mehr Wohnfläche pro Person verbrauchen, liegt auch an verschwenderischen Grundrissen, die manche Architekten nach dem Vorbild der klassischen Moderne planen, und die sich heute in schicken Lofts ebenso finden wie in beliebigen Einfamilienhäusern. Wie es besser geht, zeigt der Vergleich einer solchen Wohnlandschaft mit einem Grundriss des Architekten Bruno Taut.

Wie wir zusammenrücken können, darum geht es auch im Text zu 100% Berlin.

Wer die Arbeit am Film honorieren möchte, kann nachfolgend flattern oder hier lesen, wie man den Blog unterstützen kann. Danke!

Wahrheit beginnt zu zweit: Gespräch mit Muck Petzet

Hiermit startet auf dem Blog „Verbietet das Bauen“ die Gesprächsreihe „Wahrheit beginnt zu zweit“. Entsprechend dieser Formulierung des aus Oldenburg stammenden Philosophen Karl Jaspers diskutiert Daniel Fuhrhop mit Experten rund um den Stadtwandel darüber, warum bisher soviel gebaut wird, auf welche Weisen uns das schadet und wie wir es ändern können.

Den Auftakt macht ein Gespräch mit dem Architekten Muck Petzet, der bei der letzten Architektur-Biennale in Venedig den deutschen Beitrag kuratierte unter dem Motto „reduce, reuse, recycle“. Es geht darum, ob zwischen Umbau und Neubau überhaupt ein Unterschied besteht, ob sich auch ohne Neubau Geld verdienen lässt und wie man das Idealbild des Architekten als Schöpfer des Neuen durch zeitgemäße Umbau-Vorbilder ersetzen kann.


Als Download (Klick mit rechter Maustaste, je nach Browser „(Ziel/Link) Speichern unter“):
WB2 Petzet

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