Vom Maklermagazin zum philosophischen Wirtschaftsmagazin: Bauverbot & Bauscham in der Presse Mai 2020

einige Cover

Nach dem Online-Vortrag „100 Werkzeuge für Wohnraum in Altbauten“ und der erweiterten Neuauflage von „Verbietet das Bauen!“ gibt es einige Presseberichte: Interviews mit dem freien Radio Rabotz aus Leipzig, mit der BUNDzeit Berlin und dem agorablog des philosophischen Wirtschaftsmagazins agora 42, sowie ein Streitgespräch im Magazin des Maklerhauses Grossmann & Berger aus Hamburg. Alle Links auf der Presse-Seite der Webseite. Weitere Meldungen zu Presse sowie die nächsten eigenen Beiträge, Filme, Texte gibt es per Newsletter oder RSS-Feed (rechte Seitenspalte) oder über Facebook.

Ausbauen und Aufstocken: das sündenfreie Bauen?

Dantebad Aufbauten

Früher ein Parkplatz, heute ein Parkplatz mit Wohnungen drüber: Am Dantebad in München. Foto: Daniel Fuhrhop.

Millionen Wohnungen könnten auf Supermärkten und über Parkplätzen gebaut werden, heißt es in einer neuen Studie des Pestel Instituts. Ist das Aufstocken von Gebäuden gutes, sündenfreies Bauen? Zweifellos ist es besser als andere Formen des Neubaus, und man kann eine lange Liste feiner Abstufungen erstellen vom bösesten Neubau zum freundlichsten Umbau. Ganz böse ist natürlich das Bauen auf der grünen Wiese, worüber sich so viele Menschen einig sind, dass es wundert, warum überhaupt noch darüber diskutiert wird. Aber derzeit wird rund um die Boomstädte sogar mehr als seit Jahrzehnten über den kompletten Neubau von Stadtvierteln vor der Stadt gesprochen, wie hier auf dem Bauverbot-Blog neulich anlässlich der Planungen für Freiburg und anderswo beschrieben. Und bei einem Bürgerentscheid wie in Freiburg ist es hilfreich, die „besseren“ Neubauten vorstellen zu können und zu zeigen, dass es nicht nur vor, sondern auch in den Städten Platz gibt.

Aber so richtig zufrieden macht das nicht, denn Weiterlesen

Feier für 99, 100, … arabische Bücher für die Stadtbibliothek Oldenburg

Flyer Spendenaktion

Seit einigen Monaten läuft die von mir initiierte Spendenaktion mit dem Ziel, erstmals „100 arabische Bücher für die Stadtbibliothek Oldenburg“ bereitzustellen und dafür mindestens 2.000 Euro zu sammeln. Das soll auch dazu dienen, dass arabische Muttersprachler besser Deutsch lernen: Wer die Muttersprache besser beherrscht, lernt die Fremdsprache besser, haben Sprachwissenschaftler herausgefunden (mehr dazu im Willkommensstadt-Buch). Nun lag der Kassenstand vor kurzem bei 1.975 Euro, womit etwa 99 Bücher finanziert wären! Darum laden wir zur Feier ein:

Am Dienstag, den 24. Oktober 2017, werden die ersten etwa sechzig arabischen Bücher präsentiert. Es wird ein Text in Arabisch und Deutsch gelesen, und der syrische Komponist Rami Chahine singt ein arabisches Lied.
Ort: Stadtbibliothek Oldenburg im PFL, Peterstraße 3, 26121 Oldenburg, siehe Webseite.

Diese Einladung dient auch dazu, weiter zu sammeln – nicht nur das 100. Buch, wofür etwa 20 Euro nötig sind, sondern das Buchregal soll sich weiter füllen. Dazu muss man wissen, dass die Gleichung zweitausend Euro = hundert Bücher gerundet ist, faktisch bestellt die Weiterlesen

Märkisches Viertel reloaded

Coverfoto Heft Märkisches Viertel

Die Hefte der Reihe „Stadt im Wandel“ zum Märkischen Viertel, oben rechts der neue Band zur Wohnhausgruppe 919 des Architekten Jo Zimmermann.

Die inzwischen neunte Publikation zum Märkischen Viertel erschien nun in meinem früheren Verlag. Das mag viel erscheinen, aber es handelt sich immerhin um die größte Modernisierung im deutschen Wohnungsbau für über 500 Millionen Euro.

Mehr zum Märkischen Viertel in diesem früheren Beitrag; mehr zum früheren Verlag auf der Webseite.
Um das Märkische Viertel geht es ab Seite 81 in Kapitel 6 „Stadt umbauen“ von Verbietet das Bauen!

Aus der Traum: Gegen Bibliotheks-Neubau in Berlin

Von allen denkbaren Nutzungen ist mir eine Bibliothek am liebsten. So habe ich als Freund der Bücher und der Bildung einen Freundeskreis für die Oldenburger Stadtbibliothek mit initiiert. Darum fiel es mir anfangs schwer, eine klare Haltung zum Wunsch der Berliner Zentral- und Landesbibliothek (ZLB) zu beziehen, einen Neubau auf dem Tempelhofer Feld zu bauen.

ZLB Flyer

Wie schreibt die ZLB im linken Flyer: „Bibliotheken bleiben in der Regel im Kosten- und im Zeitplan“.

Doch zwei Ereignisse haben mich darin bestärkt, selbst bei der Bibliothek für Berlin einen Neubau abzulehnen: Mein Besuch in der Ausstellung zu den Entwürfen und die aktuelle Kostenexplosion. Weiterlesen

Nachtrag zum Film „Stadtwandel in Wuppertal“

Ein aktueller Nachtrag zu Stadtwandel in Wuppertal: Zwischen dem Hauptbahnhof und der Fußgängerzone befindet sich eine Unterführung, die aus gutem Grund auch als „Pissrinne“ bezeichnet wird. Stattdessen war beim geplanten Umbau des Stadtzentrums vorgesehen, einen Weg unter freiem Himmel mit freiem Blick in Richtung Schwebebahn anzulegen. Doch nun soll ein Investor nicht nur neben dem Bahnhof ein vor allem durch Läden genutztes Gebäude errichten, sondern zusätzlich eine beidseitige Ladenzeile zwischen Bahnhof und Innenstadt. Insgesamt würden so weitere 10.000  Quadratmeter Handelsfläche entstehen – die Pissrinne wird zum Konsumkanal.
Wer weiß, ob nicht noch jemandem ein Glasdach über den Ladenzeilen einfällt. So entsteht womöglich allem Leerstand zum Trotz ein neues Shopping-Center am Bahnhof und zweihundert Meter weiter würde das bereits vorhandene ECE-Center erweitert.

Inzwischen gibt es nicht nur Die Wuppertaler gegen die Center-Erweiterung, sondern auch Bürger gegen das sogenannte Döppersberg-Projekt, das  nämlich inzwischen 140 statt geplanten 105 Millionen Euro kosten soll.