Nachtrag zum Film „Stadtwandel in Wuppertal“

Ein aktueller Nachtrag zu Stadtwandel in Wuppertal: Zwischen dem Hauptbahnhof und der Fußgängerzone befindet sich eine Unterführung, die aus gutem Grund auch als „Pissrinne“ bezeichnet wird. Stattdessen war beim geplanten Umbau des Stadtzentrums vorgesehen, einen Weg unter freiem Himmel mit freiem Blick in Richtung Schwebebahn anzulegen. Doch nun soll ein Investor nicht nur neben dem Bahnhof ein vor allem durch Läden genutztes Gebäude errichten, sondern zusätzlich eine beidseitige Ladenzeile zwischen Bahnhof und Innenstadt. Insgesamt würden so weitere 10.000  Quadratmeter Handelsfläche entstehen – die Pissrinne wird zum Konsumkanal.
Wer weiß, ob nicht noch jemandem ein Glasdach über den Ladenzeilen einfällt. So entsteht womöglich allem Leerstand zum Trotz ein neues Shopping-Center am Bahnhof und zweihundert Meter weiter würde das bereits vorhandene ECE-Center erweitert.

Inzwischen gibt es nicht nur Die Wuppertaler gegen die Center-Erweiterung, sondern auch Bürger gegen das sogenannte Döppersberg-Projekt, das  nämlich inzwischen 140 statt geplanten 105 Millionen Euro kosten soll.

Ein Gedanke zu „Nachtrag zum Film „Stadtwandel in Wuppertal“

  1. Inga Isele

    Du solltest dir die Formulierung „die Pissrinne wird zum Konsumkanal“ patentieren lassen. Herrlich anschaulich und zutreffend formuliert! Das Einfallstor in die Stadt , der Hauptbahnhof, wird möglicherweise auch weiterhin zum proktologischen Ausgang.

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