Gerade jetzt Lesestoff sichern

Drei Bücher auf dem Sofa.

Bei den Worten „gerade jetzt“ im Titel dachten vielleicht einige wenige an die türkisch-griechische Grenze, wo sich Flüchtlinge befinden und wo Erinnerungen an 2015 hochkommen. Bei der Diskussion darüber, wieviele von ihnen nach Deutschland kommen, wird darüber gesprochen, wie sie integriert werden können – und dieser Frage widmet sich mein Buch „Willkommensstadt“ von 2016 mit Geschichten des Gelingens und mit Erzählungen von Zuwanderung und Flucht nach 1945.

Die meisten aber denken zweifellos bei „gerade jetzt“ an die Folgen der Corona-Epidemie und an den Rückzug auf das heimische Sofa. Wer dort jetzt mehr Zeit verbringt, denkt womöglich über das Zuhause nach und über den Platz, der einem zur Verfügung steht und über die Menschen, mit denen man dieses Zuhause teilt oder die einem als Nachbarn nahestehen. Der Ratgeber „Einfach anders wohnen“ bietet eine entspannte Möglichkeit, Fragen nachzugehen wie der, was an die Stelle der klassischen Großfamilie treten kann, die es heute nicht mehr so oft gibt. Wer hilft sich heute, wenn die Familie woanders wohnt? Wer hilft älteren Menschen, die zwar viel Platz haben, aber denen Nähe fehlt?

Eine persönliche Bemerkung: Es kommt mir merkwürdig vor, in diesen Tagen der Arbeit als freier Autor nachzugehen. Vor allem bei der Vorbereitung von einem Dutzend Vorträgen im Frühjahr, von denen nun nicht klar ist, welche überhaupt stattfinden. Aber auch andere Arbeiten wie die Pflege dieses Blogs erscheinen plötzlich nebensächlich – und doch geht das Leben weiter, geht die Arbeit weiter und es wäre unangebracht, nun den Stift fallenzulassen. Zumal es zu den wichtigsten Zielen meiner Bücher gehört, Menschen einander näherkommen zu lassen, indem sie Räume besser nutzen und gemeinsam nutzen. Und damit ist die Hoffnung verbunden, etwas gegen Einsamkeit zu tun und alle Möglichkeiten zu stärken, wie sich Menschen gegenseitig unterstützen. Von den „100 Werkzeugen für Wohnraum in Altbauten“, die ich für die erweiterte Neuauflage von „Verbietet das Bauen!“ zusammengestellt habe, widmet sich gut ein Drittel diesem Näherrücken, indem der „unsichtbare Wohnraum“ entdeckt wird.

Darum an dieser Stelle voller Überzeugung, dass Sie damit einen aktuell wichtigen Lesestoff erhalten, die Anregung und Bitte, sich in den nur noch sieben verbleibenden Tagen am Crowdfunding für die erweiterte Neuauflage zu beteiligen. Der oekom Verlag ist mit der Neuauflage eines Sachbuches nach fünf Jahren einen nicht alltäglichen Schritt gegangen, und die Erweiterung um 32 Seiten und die Aktualisierung bedeuten einen Aufwand, für den wir um Unterstützung bitten. Die Vorbestellung des Buches oder des Buchpaketes aller drei Bücher bringt Ihnen Lesestoff für kommende Tage auf dem heimischen Sofa, denn egal wie schnell wir die Krise überwinden, ganz sicher werden wir noch monatelang weniger ausgehen, weniger am öffentlichen Leben teilhaben und mehr im Privaten bleiben, etwa bei einem Buch. In diesem Sinne: Anregende Lektüre wünscht Ihnen Daniel Fuhrhop. Bleiben Sie gesund.

Zum Crowdfunding geht es hier.

  

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