Stadtwandel 2016 / 2017: Bauverbot und Willkommensstadt

Collage der Buchtitel

Vorträge, Interviews, zweites Buch, mehr Interviews, mehr Vorträge, Diskussionen und Buchvorstellungen: Im Jahr 2016 überschlugen sich die Ereignisse rund um meine Tätigkeit für einen guten Stadtwandel in Zeiten des Klimawandels, gegen Neubau, gegen Abriss und gegen Leerstand, aber für einen behutsamen Umgang mit unseren Häusern und Städten. Dieser Beitrag in der Blog-Kategorie Innehalten bietet einen Überblick im Schnelldurchlauf.

Vorträge: 36 Auftritte (Vorträge, Buchvorstellungen, Podiumsdiskussionen) im Jahr 2016 (nach 16 im Vorjahr) von Basel bis Usedom, von Bremen bis Wien. Etwa dreitausend Personen schauten und hörten dabei zu (2015: etwa Weiterlesen

Zweite Auflage „Verbietet das Bauen!“

Cover erste und zweite Auflage

An Details wie den abgenutzten Ecken erkennt man, dass es sich links um mein Reise-Exemplar der ersten Auflage handelt, während zukünftig die zweite Auflage mitfährt.

Vor drei Monaten stand an dieser Stelle eine Zwischenbilanz ein halbes Jahr nach Erscheinen des Buches „Verbietet das Bauen!“, und wie damals angekündigt ist es nun so weit: Die erste Auflage ist verbreitet, die zweite Auflage ist da!

Inhaltlich hat sich das Buch Weiterlesen

Ein halbes Jahr Buch „Verbietet das Bauen!“

Berlin Straße des 17. Juni

Straße des 17. Juni in Berlin mit der Siegessäule im Hintergrund.

24. Februar 2016, im Zug aus Berlin, Rückfahrt von einem Gespräch zur Bauwirtschaft bei der Bundestagsfraktion von Bündnis90/Die Grünen, als Experte zusammen mit Vertreterinnen der Bundesarchitektenkammer, der Wohnungswirtschaft und einem Vertreter der Industriegewerkschaft Bau. Diese Einladung steht beispielhaft für die Aufmerksamkeit, die das Buch „Verbietet das Bauen!“ innerhalb von heute exakt einem halben Jahr bekommen hat. Herausragend ist die Resonanz der Medien mit ziemlich genau fünfzig Berichten in Radio, Fernsehen und Print, in Fachmedien, lokalen und nationalen Medien. Ein Kompliment an all die Journalistinnen und Journalisten, die sich gründlich mit den Thesen auseinandergesetzt haben, sie hinterfragten und darüber diskutierten.

Diskussionen gab es auch bei bis heute knapp zwanzig Buchvorstellungen, Vorträgen und Podiumsgesprächen, deren Veranstalter belegen, welch unterschiedliche Fachwelten sich mit dem Thema beschäftigen: Architekten und Immobilienwirtschaft, Umweltverbände und lokale Initiativen. Über tausend Besucher kamen zu den Veranstaltungen, lobten und kritisierten, stritten und lachten.

Als Betriebswirt und ehemaliger Verleger sind mir die harten Fakten wichtig, und so informiere ich Sie – in der von mir bei diesem Blog gepflegten Offenheit – darüber, dass nach einem halben Jahr Weiterlesen

Bauverbot-Presseschau von FAZ bis Neues Deutschland

Presseartikel im Überblick

Wie oft mag es vorkommen, dass bei einem Buch sowohl die Frankfurter Allgemeine Zeitung als auch neues Deutschland lobende Worte finden? Beginnen wir einen Streifzug durch neue Besprechungen (als Fortsetzung der ersten Presseschau) mit der FAZ: „Gute Argumente“ sieht Arnold Bartetzky im Bauverbot-Buch, und fasst in rasanter Dichte viele Fakten und Beispiele gegen Neubau zusammen. Weniger überzeugen kann ihn aber, dass es auch gegen Neubau auf Brachen in wachsenden Städten geht. Bartetzky lobt den „leichtfüßigen Stil“ und den „Charme und Humor“, mit dem das Buch für die Ideen zur Neubauvermeidung wirbt. Diese jedoch, so schreibt er bedauernd, werden sich wohl kaum durchsetzen, denn Weiterlesen

Erste Presseschau

Presseartikel Standard IZ

Das rosig-lachsfarbene Zeitungspapier im Hintergrund verweist auf das Interview im österreichischen „Standard“, während die „Immobilien Zeitung“ hier über die Abschaffung von Duisburg berichtete.

Vier Wochen nach Erscheinen des Buches Verbietet das Bauen! warnt Volker Thies in der Immobilien Zeitung, der Autor scheine „sowohl der Bauwirtschaft als auch einem wesentlichen Teil der Immobilien-Vermarkter das Existenzrecht abzusprechen.“ Hoppla, so war es gar nicht gemeint, denn meines Erachtens wäre es sogar im Interesse der langfristig denkenden Branchenvertreter, sich gegen Neubau zu stellen, zumindest gegen kurzfristige Spekulation. Doch immerhin befindet die Immobilien Zeitung, dass zwar „auf den eigenen Profit ausgerichtete Unternehmen keineswegs den (…) Argumenten Fuhrhops folgen“ müssten, doch es biete zum einen „interessante Anstöße, um das Branchenhandeln einmal grundsätzlich infrage zu stellen“, und zum anderen finde sich „trotz aller Radikalität“ unter den 50 Forderungen (bzw. Werkzeugen) am Schluss des Buches vielleicht doch „der eine oder andere Punkt, an dem man zumindest versuchsweise mal ansetzen kann.“ Ganz anders als dieser Kommentar der Immobilien-Fachpresse kann das Architekturmagazin db in seinem Spezialteil „Metamorphose“ erstmal Weiterlesen

Stadtwandel 2015 vor dem Bauverbot-Buch

Cover vorn und hinten.

Die finale Fassung der Coverseiten mit Titel und Rückseite – auf letzterer findet sich ein Zitat von Muck Petzet.

Vor dem Urlaub und vor dem Erscheinen des Buches „Verbietet das Bauen!“ am 24. August nochmal ein Beitrag der Kategorie Innehalten mit einem Blick zurück nach vorn. Bebildert ist er mit dem Buch-Cover in seiner endgültigen Fassung, und hiermit sehen Sie bereits das Zitat, das Muck Petzet erfreulicherweise beisteuerte – nein, er schließt sich nicht der Forderung an, das Bauen zu verbieten, sieht Neubau aber nur als letzten Weg, wie bereits in unserem Gespräch deutlich wurde. Es war der erste Beitrag der Hör-Reihe Wahrheit beginnt zu zweit, so dass sich ein Kreis schließt: Blog und Buch dienen dem gleichen Ziel, wenn auch auf verschiedene Weisen, wie gleich deutlich wird.

Ein Blog-Beitrag kann genauso wie ein Vortrag oder wie ein Text in anderen Medien nur einzelne Aspekte aufgreifen, während das Buch die Chance bietet, den Bogen der Argumente umfassend zu spannen. Das gilt schon für die Gründe, die Weiterlesen

Schöne Zahlen und die Ruhe

Talwärts screenshot facebook

Ausschnitt eines Screenshots der Talwärts-Facebook-Seite mit Hinweis auf Bauverbot-Beitrag.

Zwischendurch einige schöne Zahlen zum Blog gegen die Bauwut: Im März gab es mit knapp 20.000 Seitenaufrufen auf Blog und Webseite erneut einen Höchstwert seit dem Start vor anderthalb Jahren. Im Jahr 2014 lag der Durchschnitt noch bei 11.000 im Monat. Dabei gab es in diesem März nicht einmal besonders viele Beiträge, weil andere Dinge vorbereitet werden mussten, wovon noch die Rede sein wird. Doch auf große Resonanz stieß der Beitrag zu Centerplanungen rund um Weiterlesen

Ein Jahr „Verbietet das Bauen“

Logo Bauverbot

Beginnen wir mal wie die taz: Haben Sie bereits durch einen finanziellen Beitrag zum Betrieb des Blogs „Verbietet das Bauen“ beigetragen? Dann lesen Sie gleich weiter. Falls nein, dann können Sie auf diesen Wegen einen Obulus in die Kaffeekasse geben, also am besten gleich erledigen. Und die beliebteste taz-Antwort ist die dritte: „Später helfen“, dann verschwindet das Fenster. Der Hintergrund der Anfrage: Seit nun einem Jahr betreibe ich den Blog (und meine Webseite), und fast alle Beiträge entstehen exklusiv für ihn. Zwar hat mir der Verkauf meines Architekturverlags in 2013 den nötigen Mut gegeben, mich derart intensiv in Artikeln, Vorträgen und dem Blog gegen die Bauwut zu wenden, doch da in Kürze mein begleitender Beratungsvertrag mit dem Erwerber ausläuft, sondiere ich derzeit verschiedene Tätigkeiten rund um den Stadtwandel, die auch die Kasse füllen. Wer also Texte gelesen oder Beiträge gesehen und gehört hat und dies gern weiter tun möchte, sollte sich an die Kosten anderer Medien (zum Beispiel Architekturmagazine oder Immobilienzeitschriften) erinnern und nun sozusagen gebündelt für mehrere Lektüren etwas entrichten. Und schon geht’s inhaltlich weiter. Weiterlesen

„Verbietet das Bauen“ jetzt mit Suche

Screenshot Suchergebnis

Ein Service kurz vor dem ersten Geburtstag des Blogs: Rechts in der Seitenspalte findet sich jetzt eine Suche. Begriffe in Beitragstiteln findet sie gut. Probieren Sie es aus und suchen Sie Wörter wie Abriss und Center oder den Namen der Stadt, in der Sie leben.

100.000 Seitenaufrufe seit Start von „Verbietet das Bauen“

Kurz bevor sich der Start des Blogs zum ersten Mal jährt, hat jemand den 100.000sten Klick auf die Seiten von „Verbietet das Bauen“ und meine Webseite getan – vielen Dank! Nach etwa 3.000 Seitenaufrufen pro Monat zum Start bewegt es sich inzwischen bei rund 10.000, wenn nichts Besonderes geschieht, und wenn andernorts Artikel oder Vorträge Aufmerksamkeit erzeugen, dann klettert es auf bis zu 16.000 (im Mai). Hinter diesen Klicks steht die tausendfache Beschäftigung mit Bauwut, mit unnötigem Abriss und Leerstand und mit der Frage, ob wir auch ohne Neubau auskämen und das sogar besser als in unserer bisherigen Art des Bauens und Wohnens. Darum bitte die Links weiterleiten an andere Interessierte und selbst dranbleiben mit RSS-Feed, per Facebook oder klassischem Newsletter (siehe Seitenspalte).

Viele Klicks, viele Beiträge: wer viel gelesen oder gehört hat, der möge dies gern honorieren, gebündelt für mehrere Beiträge als Überweisung oder per PayPal, siehe die Informationen zu den Wegen, denn neben viel Freude steckt auch viel Arbeit dahinter. Auch für derartige Ermutigung herzlichen Dank sagt Daniel Fuhrhop.

50.000 Seitenaufrufe seit Blogstart

Hurra, hurra, heute wird der 50.000ste Seitenaufruf seit dem Start von „Verbietet das Bauen“ im letzten Oktober geklickt. Die Verteilung über die Monate ist sehr ungleich und geht zügig aufwärts: Von knapp 3.000 Klicks auf den Blog und meine Webseite im November ging es zum März auf gut 13.000. Davon kamen im März etwa die Hälfte direkt nach Erscheinen des Beitrags in der Berliner Zeitung zusammen. Besonders erfreulich ist daher, dass sich zur Halbzeit im Mai bereits sagen lässt, das es in diesem Monat auch ohne solche Spezialfälle wieder auf diesen Rekord hinsteuert. Also – danke für das Interesse an den Argumenten gegen Bauwut, gegen Abriss und Leerstand, aber für behutsame Sanierung. Und gern weitersagen und dranbleiben per Newsletter, RSS-Feed oder Facebook (siehe Randspalte).

Wie verhält es sich nun mit dem hehren Ziel, für die journalistische Arbeit an „Verbietet das Bauen“ auch finanzielle Unterstützung zu bekommen, wie vor kurzem Weiterlesen

Stadtwandel 2014, 2. Quartal

Collage Zeitungsartikel

Ein halbes Jahr nach dem Start des Blogs „Verbietet das Bauen“ im Oktober 2013 stellt sich die Frage drängender, wie meine Tätigkeit gegen die Bauwut zukünftig weiter möglich sein wird. Doch bevor es darum geht, erstmal anknüpfend an bisherige Beiträge der Kategorie Innehalten ein Blick über das 2. Quartal, also den Zeitraum seit Januar.

Beiträge in anderen Medien
Besondere Aufmerksamkeit erregte im März Weiterlesen

Kommentare und 10.000 Seitenaufrufe

Ausschnitt Artikel Berliner Zeitung

Wenn ich die Leser des Blogs mit Software wie „Google analytics“ aushorchen würde, dann hätte derjenige eine persönliche Glückwunschmail bekommen können, der den 10.000-sten Seitenaufruf im März klickte. Stattdessen Danke an alle für die große Aufmerksamkeit, die in diesem Monat durch den Artikel 100% Berlin/ Lasst und zusammenrücken in der Berliner Zeitung besonders stieg. Doch schon ohne diesen Text gingen die Zahlen im März in Richtung 6.000 Seitenaufrufe für den Blog und meine persönliche Webseite , was eine Verdopplung im Vergleich zum November bedeutet hätte. Interessant sind auch die Reaktionen auf die Forderung, sich mit weniger Platz zu begnügen: Weiterlesen

Stadtwandel 2014 und „Verbietet das Bauen“

Stadtwandel 2014

Häufig werden mir die Fragen „Wie hat sich der Blog entwickelt?“ und „Was kommt als Nächstes?“ gestellt, darum zum Jahresauftakt ein Überblick über einige Reaktionen seit dem Start am 15. Oktober und ein Ausblick auf die nächsten Pläne. Bereits nach dem ersten Monat hatte ich ein kurzes Feedback gegeben, allerdings auf meiner persönlichen Webseite – wegen des großen Interesses schiebe ich den Beitrag nun auf diesen Blog und starte dazu die neue Kategorie „innehalten“, die beizeiten fortgeführt wird.

Kommentare

 „Der schnelle Abriss und Neubau sind, wie der gesamte schnelle Konsum unserer Zeit, ein riesiges Problem in Anbetracht der Ressourcen aber auch der damit verbundenen Mentalität“

schrieb mir als Reaktion auf den Blog Hans Gerhard Hannesen von der Akademie der Künste Berlin. Auf ein Beispiel weist Thomas Heyden vom Neuen Museum Nürnberg hin:

„Die grassierende Bauwut ist auch in Fürth ein großes Problem. Dort wurde ein denkmalgeschützter Festsaal aus den 1880er Jahren für ein Einkaufszentrum abgerissen.“ Weiterlesen

Reaktionen auf „Verbietet das Bauen“ (erster Monat)

Weil ich wegen vieler Nachfragen Anfang 2014 einen Rückblick und Ausblick auf die Arbeit am Blog gebe, verschiebe ich auch den nachfolgenden Beitrag hierhin, der ursprünglich auf meiner persönlichen Webseite zu finden war.

Seit knapp einem Monat ist der Blog „Verbietet das Bauen“ nun online. Aus diesem Anlass gibt es hier eine kleine Auswahl der Reaktionen und Resonanzen.

Eine Autorin meines früheren Verlags beglückwünschte mich dazu, gegen den „kapitalistischen Strom“ zu schwimmen. Weiterlesen